Bald 1000 Mitarbeiter im Call-Center/ Bundesweit 39 Schließungen
Die Deutsche Telekom will im Zuge der Konzern-Umstrukturierung in Frankfurt ein größeres Call-Center mit 1000 Beschäftigten aufbauen. Insgesamt wird der größte europäische Telekommunikationskonzern 39 Call-Center in Deutschland schließen und sich auf 24 Standorte konzentrieren.
Mit der Zusammenlegung der Call-Center und der Auslagerung der Netztechnik in Service-Gesellschaften stehen die Mitarbeiter der Telekom erneut vor drastischen Einschnitten.„Wir sind mit unserer kleinteiligen Organisation nicht auf dem Stand der Wettbewerber", begründete der Kundenservice-Chef von T-Home, Thomas Berlemann, die Maßnahme. Den betroffenen 8000 Beschäftigten in den Service-Centern werde an anderer Stelle ein gleichwertiger Arbeitsplatz angeboten.
Die Konzentration der Call-Center auf weniger Standorte soll Einsparungen von jährlich 57 Millionen Euro bringen. Der Konzern steht angesichts andauernder Kundenverluste unter einem hohen Druck zur Kosteneinsparung. Telekom-Chef Rene Obermann hatte immer wieder betont, dass das Unternehmen effizienter werden müsse. Dabei hatte er auch weitere Stellenstreichungen nicht ausgeschlossen. Laut Berlemann will die Telekom mit den jetzt angekündigten Maßnahmen aber keinen einzigen Arbeitsplatz einsparen.
In den kommenden zwei Jahren werde die Telekom die 24 Call-Center-Standorte mit rund 70 Millionen Euro modernisieren, kündigte Berlemann an. Künftig sollen im Schnitt 700 Mitarbeiter in den Call-Centern arbeiten. Bislang waren es 225.
In Frankfurt sollen zu den derzeit 170 Mitarbeitern 850 Berliner Telekom-Beschäftigte kommen. Die fünf Betriebe in der Hauptstadt will die Telekom schließen. Mit der Entscheidung für Frankfurt nehme man auch eine gesamtdeutsche Verantwortung wahr, in dem man die Fläche stärke, erklärte Telekom-Sprecher Georg von Wagner. Allerdings hat die Telekom ein in Frankfurt tätiges Call-Center ihres Tochterunternehmens Vivento erst kürzlich wieder geschlossen. Das Center war 2005 mit zunächst 250 Mitarbeitern eröffnet worden. (loo/dpa)
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